Kurztrips

Nationalpark De Loonse en Drunense Duinen

Und schon wieder finden wir ein Reiseziel über Instagram. Ein belgisches Pärchen, welches oft mit seinem Bulli in Europa unterwegs ist, hatte Bilder aus dem Nationalpark „De Loonse en Drunense Duinen“ in den Niederlanden gepostet, die uns sehr gut gefallen hatten. Da wir über die Ostertage noch nichts vorhatten, wurde kurzerhand gebucht.

Camping ´t Smitske

Rund um den Nationalpark, der in der Provinz Brabant liegt, gibt es einige Minicampings. Aber Camping ´t Smitske liegt aus unserer Sicht ideal, direkt an einem der Eingänge. Dazu gibt es nur 15 Stellplätze und ein frisch renoviertes Sanitärgebäude. Und was sicher auch nicht schlecht ist, ist die recht geringe Entfernung von nur ca. 230 Kilometern von Bonn.

Wir reisen schon Gründonnerstag an, da wir dadurch mit etwas weniger Verkehr rechnen. Und wir kommen tatsächlich ohne Stau gegen 13 Uhr auf dem Campingplatz an. Natürlich mit dem obligatorischen Zwischenstop bei einem Albert Hejin. 

Unser Bulli bei Nacht auf dem Campingplatz ´t Smitske

Da wir inzwischen hungrig geworden sind, kehren wir im nur wenige Meter vom Campingplatz entfernten „De Drie Linden“ ein. Bei Bitterballen, Salami, Käse und einem Bier genießen wir die Sonne.

Ein kleiner Verdauungsspaziergang durch den Rand des Nationalparks gibt uns einen ersten Vorgeschmack auf die Eindrücke der nächsten Tage.

Kiefernwald am Rand der Dünen

Nationalpark De Loonse en Drunense Duinen

Am nächsten Tag schlafen wir lange und machen uns nach dem Frühstück mit den Rädern auf, den Nationalpark zu umrunden. 

Der gesamte Park ist durchzogen von einem engen Wegenetz. Dabei wird unterschieden zwischen Radwegen, Wanderwegen, Reitwegen und sogar einer 26 Kilometer langen Mountainbike-Strecke. Und alles ist wirklich gut ausgeschildert. In den Niederlanden wird oft das Knooppunt-System genutzt. Dabei bekommt jede Kreuzung eine Nummer. Man muss sich also nur die Nummern seiner Route merken. Sehr einfach und funktioniert prächtig, wenn man denn auf die Schilder achtet…

Wandern nach Zahlen

Gegen Mittag sind wir fast einmal um den Park herumgefahren und machen Pause in Drunen. Wir genießen den Sonnenschein auf dem Marktplatz bei einem kleinen Snack und schlendern ein wenig durch das kleine Städtchen.

Nach knappen 21 Kilometern sind wir dann wieder auf dem Campingplatz und entspannen ein wenig vor dem Bulli in der Sonne.

Wanderung durch die Dünenlandschaft

Der Samstag beginnt mit frischen Brötchen, die man am Wochenende auf dem Campingplatz vorbestellen kann, und einem Frühstück vorm Bulli. Heute geht es zu Fuß durch den Nationalpark. Mit dem Rad kommt man nämlich nicht mitten rein. Aber da wollen wir hin. 

Das besondere an den „Loonse en Drunense Duinen“ sind die Sandverwehungen, die schon im Mittelalter entstanden sind. Durch Überweidung und zu starke Nutzung der Heide entstand eine immer größer werdende Brachfläche. Schon im 14. Jahrhundert versuchte man mit Anpflanzungen dem Flugsand entgegenzuwirken. Inzwischen ist das Gebiet stabil und es werden sogar Bäume gefällt, damit die Landschaft erhalten wird. Seit 2002 sind die „De Loonse en Drunense Duinen“ offiziell Nationalpark der Niederlande und ziehen jedes Jahr etwa 1,2 Millionen Besucher an. 

Es gibt sogar einen kleinen See im Nationalpark

Nach einer Tour von gut 11 Kilometern sind wir froh wieder am Bulli zu sein. Der Sand ist fein wie Mehl und man sinkt bei jedem Schritt ein. Wandern ist hier wirklich anstrengend. 

Sand und Heide

Nach einer Partie Boule, die Susanne mit 13 zu 10 knapp für sich entscheiden kann, geht es zum Abendessen in „De Drie Linden“, wo wir in der Abendsonne Kibbeling, Pommes und ein Bier genießen. 

Osterfrühstück

Der nächste Morgen ist wieder sehr sonnig und so entscheiden wir uns für ein Frühstück mit selbst gemachten Pfannkuchen vom Grill mit Erdbeermarmelade.

Nach einem kurzen Abstecher zum Albert Hejin geht es dann auch schon wieder zurück in die Heimat.

Unnützes Wissen

Gefahrene Kilometer468 Kilometer gefahren
Übernachtungen3 Übernachtungen
ReisezeitApril 2022
Wanderungen11 Kilometer (und eine knapp 21 Kilometer lange Radtour)
Wilde Tiere1 Hahn mit 4 Hennen, 2 Esel, 1 gar nicht so scheues Reh, eine Herde Dünenschafe mit Hütehund und „Willem“, der dicke Platzwart-Dackel
Lagerfeuer
Kniffel-PartienSusanne 13 : 13 Denis (Kniffel & Boule)

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