Reisen

Mit dem Bulli nach Oberstdorf

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation hatten wir uns fast schon damit abgefunden, dass wir in unserem zweiwöchigen Urlaub im Mai und Juni höchstens ein paar Kurztrips hinbekommen würden. Doch dann kam Anfang Mai die Ankündigung, dass die Campingplätze in Bayern ab dem 21. Mai wieder öffnen dürften.

Sofort machten wir uns an die Planung und fragten bei mehreren Plätzen in Bayern an. Allerdings waren viele schon ausgebucht. Unser Plan, mehrere Ziele für jeweils nur ein paar Tage anzusteuern, funktionierte also nicht wirklich – die Planung wäre sehr anstrengend und zeitraubend geworden.

Zum Glück hatte das rubi-camp in Oberstdorf aber noch einen Platz für 11 Nächte frei. Oberstdorf stand sowieso als Ziel auf unserer Liste und das rubi-camp war auch unser favorisierter Platz. Also haben wir ganz schnell gebucht.

In den Tagen vor dem Urlaub haben wir fest die Daumen gedrückt, dass die Voraussetzungen für die Öffnung der Campingplätze tatsächlich erreicht würden. Es hat funktioniert – ein paar Tage vor Anreise kam die Bestätigung, dass der Platz öffnen darf!

Wir haben uns gefreut wie die Schneekönige, und Denis hat sofort mit dem Zusammenstellen des Equipmets begonnen. Bei anderthalb Wochen nimmt man doch ganz schön viel Zeug mit. Es hat aber alles ganz bequem in den Bulli gepasst und wir haben sogar noch Platz. Powershopping in Oberstdorf ist also kein Problem.

Am Abfahrtstag führt uns unser erster Weg ins Corona Testzentrum in Siegburg. Damit wir beim rubi-camp einchecken dürfen, benötigen wir einen tagesaktuellen Schnelltest.

Danach geht es endlich los! Es herrscht relativ wenig Verkehr. Wir hatten vermutet, dass die Autobahnen voller wären, weil viele die Lockerungen im Tourismus in Verbindung mit dem langen Pfingstwochenende für einen Urlaub nutzen würden. Aber dem ist glücklicherweise nicht so, so dass wir in entspannten 6 1/2 Stunden inkl. Pausen durchkommen.

Wenig los auf der Autobahn

Der Empfang im rubi-camp ist sehr herzlich. Man merkt, dass sich alle freuen, nach 7 Monaten endlich wieder öffnen und Gäste empfangen zu dürfen. Schnell haben wir eingecheckt und einen sehr schönen Stellplatz am äußeren Rand des Platzes bekommen. Insgesamt ist noch recht wenig los, und so können wir aus dem Bulli heraus einen weitläufigen, unverstellten Blick auf die Berge genießen.

Der Bulli ist schnell „platzfein“ gemacht. Danach stoßen wir erstmal mit einem regionalen Hellen an. Wir können noch gar nicht glauben, dass alles so gut geklappt hat, der Platz so schön ist – und dass wir überhaupt tatsächlich hier sind!

Stellplatz 17 auf dem rubi-camp

Und um der ganzen Begeisterung noch eins drauf zu setzen, gehen wir am Abend sogar noch essen. In einem echten Restaurant! Das hat sich selten so gut angefühlt.

Satt und glücklich fallen wir in unser kleines, aber feines Bett im Hubdach des Bullis. Dank unserer dicken Schlafsäcke lassen sich die 1 – 2 Grad in der Nacht gut aushalten. Und die Standheizung wärmt auch noch ein bisschen von unten.

Sonntag – Wanderung ins Oytal

Am gestrigen Abend sind wir im Restaurant mit einem Pärchen, das am Nachbartisch saß, ins Gespräch gekommen. Die beiden haben uns eine Wanderung in das Oytal empfohlen. Die Tour scheint genau richtig für den Einstieg, da sie wenig Höhenmeter hat und die Länge flexibel gewählt werden kann.

Startpunkt ist an der Mühlenbrücke in Oberstdorf. Von dort geht es entlang der Trettach bis kurz vor Gruben, wo wir nach links ins Oytal abbiegen. Der Weg führt nun leicht ansteigend entlang des Oybachs und öffnet sich mit einem fantastischen Blick über sattgrüne Almwiesen. Passend dazu reißt der Himmel auch immer weiter auf, und die Sonne scheint auf die schneebedeckten Berge.

Blick über den Oybach auf schneebedeckte Gipfel

Bei einer Rast im Berggasthof Oytalhaus mit Brotzeitbrettl und Spezi genießen wir die fantastische Aussicht auf die umliegenden Berge. Anschließend wandern wir noch ein Stück weiter ins Oytal hinein bis zur Gutenalpe. Hier drehen wir wieder um und gehen den selben Weg zurück.

Brotzeitbrettl

Insgesamt sind wir gute 14 km mit 235 Höhenmetern gelaufen – für den Einstieg eine schöne Tour.

Download file: Von Oberstdorf zur Gutenalpe.GPX

Montag – Nebelhorn

Am nächsten Tag ist der Himmel bedeckt und es nieselt ein bisschen. Wir lassen uns viel Zeit mit dem Frühstück und fahren anschließend mit den Rädern in den Ort. Da Feiertag ist, sind aber alle Geschäfte geschlossen.

Spontan beschließen wir, mit der neuen Bergbahn auf das Nebelhorn zu fahren. Da wir mehr als 7 Nächte im rubi-camp verbringen, ist nämlich die Allgäu-Walser-Card inklusive, mit der man u.a. die Bergbahnen in Oberstdorf und dem Kleinwalsertal kostenlos nutzen kann.

Die neue Bergbahn am Nebelhorn

Mit der neuen Nebelhornbahn geht es von der Talstation auf 823 m rauf zur Bergstation Höfatsblick auf 1.923 m und dann mit der „alten“ Gipfelbahn bis zur Gipfelstation auf 2.224 m. Hier oben liegen noch locker 2 – 3 m Schnee, so dass die Wanderwege gesperrt sind. Gerne hätten wir den Gipfel auf dem rund 100 m langen Nordwandsteig umrundet, aber abgesehen vom Schnee sind wir auch schuhmäßig nicht dafür ausgestattet, da wir uns ja spontan für den Ausflug aufs Nebelhorn entschieden haben. Aber egal, der Blick über die rund 400 Gipfel der Alpen ist auch so atemberaubend genug.

Blick vom Nebelhorn

Die Talfahrt mit der Bergbahn unterbrechen wir an der Mittelstation und kehren im Berggasthof Seealpe ein. Auf der Sonnenterrasse genießen wir bei einem leckeren Kaiserschmarrn den wunderbaren Blick auf Oberstdorf und die Berge.

Blick auf Oberstdorf

Abends testen wir das ToGo-Angebot des rubi-camps. Solange das Restaurant coronabedingt noch nicht wieder öffnen darf, kann man an mehreren Abenden in der Woche verschiedene Gerichte vorbestellen und diese dann abends abholen. Wir haben uns für den Leberkäse mit Spiegelei und Kartoffelsalat entschieden – eine gute Wahl!

Dienstag – Breitachklamm

Bei unserem ersten Urlaub in Oberstdorf vor ein paar Jahren waren wir bereits durch die Breitachklamm gelaufen und sie hat uns sehr gut gefallen. Deshalb steht sie auch dieses Mal wieder auf dem Programm.

Da wir keine Lust auf das fahrsichere Verstauen unseres Krempels im Bulli für die kurze Fahrt zur Klamm (und anschließendes Wiederauspacken) haben, nehmen wir den Linienbus, der ab Oberstdorf Bahnhof regelmäßig in ca. 10 Minuten zur Klamm fährt.

Kaum sitzen wir im Bus, fängt es an zu regnen. Das war so nicht vorhergesagt … und der Regen wird immer stärker, sobald wir am Parkplatz der Klamm angekommen sind! Aber egal, da müssen wir jetzt wohl durch.

Coronabedingt ist die Klamm derzeit nur in eine Richtung im Einbahnstraßensystem begehbar, und zwar vom Tal in Tiefenbach aus nach oben. Auch – oder gerade – bei Regen ist die Breitachklamm faszinierend. Das Wasser stürzt sich mit einem Getöse durch das enge Flussbett nach unten. Es lohnt sich auch immer wieder, mal einen Blick nach oben auf die Felsen der Schlucht zu werfen, die zum Teil über 100 m über dem Wasser aufragen.

Wanderer Modell „begossener Pudel“

Rein in die Klamm sind wir bei Regen, raus aus der Klamm kommen wir bei Sonnenschein. Der Himmel ist mittlerweile aufgerissen und die Sonne kommt sogar hervor, so dass wir unsere geplante Wanderung, die wir an die Klamm anschließen wollen, doch laufen können.

Die Breitachklamm im Sonnenschein

Es soll „im großen Bogen“ entlang der Breitach, vorbei an den Steinmännchen, zur Alpe Dornach gehen, wo wir dann einkehren wollen.

Dafür hätten wir allerdings auch den richtigen Weg am Ausgang der Klamm einschlagen müssen … Als wir den Fehler bemerken, ist es zu spät. Einfach umdrehen und den Weg ein Stück zurückgehen ist aufgrund der Einbahnstraßenregelung nicht möglich. Und eine andere Chance auf den Wanderweg zu kommen, gibt es leider auch nicht.

Also fällt unsere Wanderung sehr kurz aus. Nach ungefähr 30 Minuten erreichen wir schon die Alpe Dornach. Es ist früher Mittag, aber für eine Riesenbreze mit regionalen Käse und Schinken reicht der Hunger allemal.

Entspannte Alpen-Kühe

Anschließend geht es von der Alpe über einen relativ steilen Gehweg zurück zum Parkplatz, von wo aus uns der Bus wieder nach Oberstdorf bringt.

Download file: Breitachklamm.gpx

Mittwoch – Shopping-Tag

Das Wetter am Morgen ist eher trüb, und so lassen wir den Tag langsam angehen. Nach dem Frühstück fahren wir den Rädern nach Oberstdorf zum Shopping. Wir lassen uns einmal kreuz und quer durch die Geschäfte treiben, und am Ende landen ein T-Shirt und ein Paar Wanderschuhe für Denis sowie ebenfalls Wanderschuhe für mich in unseren Rücksäcken.

Den Nachmittag nutzen wir für einen Spaziergang entlang der Trettach bis in den Ort und im großen Bogen wieder zurück. Und weil aller guten Dinge drei sind, geht es abends nochmal in den Ort: zu einem leckeren Abendessen im Restaurant Traube.

Insgesamt also ein eher ereignisloser, aber dafür sehr entspannender Tag – das muss auch mal sein.

Donnerstag – Einfach mal abhängen

Wo wir sind, ist schönes Wetter. Dachten wir bisher. Mitte Mai im Allgäu kann das leider schon mal anders sein. Den ganzen Vormittag hat es ausgiebig geregnet. Also schon wieder Zeit für uns, den Bulli zu genießen. Lesen, Tee & Kaffee trinken, Reste des Bananenbrots essen. Und ein kleines Nickerchen. Zum frühen Nachmittag klart es endlich auf. Also raus aus dem Bulli und entlang der Trettach, vorbei am Illersprung bis nach Rubi.

Blumenwiese bei Rubi

Von da wieder zurück zum Campingplatz. Inzwischen ist es richtig sonnig geworden. Also noch schnell Brötchen für den nächsten Morgen bestellt und mit zwei regionalen Bierspezialitäten in die Sonne gesetzt.

Freitag – Wanderung nach Gerstruben

Nach zwei Tagen „Abhängen“ ist nun wieder Aktivität angesagt. Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel. Wurde auch Zeit!

Die heutige Wanderung führt uns in das auf 1.150 m gelegene, historische Bergbauerndorf Gerstruben. Für den Aufstieg wählen wir den Weg durch das Hölltobel. Für uns Rheinländer ist der Weg schon eine ganz schöne Kraxelei. Mehrere Aussichtsplattformen bieten aber einen tollen Blick ins Innere der Klamm, und uns jedes Mal eine wunderbare Gelegenheit zum Verschnaufen.

Das Hölltobel

In Gerstruben angekommen, legen wir erst einmal eine Mittagspause im Berggasthof Gerstruben ein. Frisch gestärkt mit Wurstsalat und Breze sind wir dann auch bereit für eine kurze Besichtigung der bis zu 500 Jahre alten Häuser des Dorfs.

Das historische Bergbauerndorf Gerstruben

Was wir durch das Hölltobel aufgestiegen sind, müssen wir nun über den Rautweg wieder absteigen. Es geht zuerst steil bergab bis zum Dietersbach und anschließend über einen Waldpfad bis zur Trettach hinunter, zurück nach Oberstdorf. Insgesamt betrug die Wanderung 14,5 km bei ca. 550 Höhenmetern.

Download file: Von Oberstdorf nach Gerstruben.gpx

Am Abend gönnen wir uns nochmal regionale Leckereien in der Oberstdorfer Dampfbierbrauerei.

Samstag – Aufstieg zur Seealpe

Es geht aufwärts – nicht nur wettermäßig, sondern auch was unsere heutige Tour betrifft: Aufstieg zur Seealpe.

Der Weg durch das Faltenbachtobel ist leider noch gesperrt aufgrund von Winterschäden im unteren Abschnitt. Wir nehmen also den Weg über die Fahrstraße, der größtenteils über Asphalt führt. Nur im oberen Teil geht es über Wanderwege.

Zweifarbige Ziege am Wegesrand

Auf der Fahrstrasse merken wir die mittlerweile herausgekommene Sonne ganz schön. Das macht die teilweise sehr steilen Anstiege nicht leichter. Aber wir arbeiten uns weiter nach oben und legen ab und zu kurze Pausen zum Verschnaufen ein. Je höher wir kommen, desto toller wird der Blick über Oberstdorf und die Berge.

Blick auf die Nebelhornbahn und die Skisprungschanzen

Nach ungefähr 3/4 der Strecke verlassen wir die Fahrstrasse und biegen auf den Wanderweg zur Seealpe ab. Nach wenigen Minuten kommt die Seealpe auch schon in Sicht – da werden die Schritte gleich etwas schneller.

Nach einer ausgiebigen Rast im Berggasthof Seealpe nehmen wir mit der Seilbahn den bequemen Weg ins Tal.

Download file: Von Oberstdorf zur Seealpe.GPX

Abends haben wir keine Lust mehr auf selber kochen und belohnen wir uns mit einem leckeren Burger im Ondersch.

Burger und Pommes im Ondersch

Sonntag – Kleinwalsertal mit Walmendingerhorn und Kanzelwand

Der Bulli möchte mal wieder bewegt werden! Deshalb machen wir einen Ausflug ins Kleinwalsertal, genauer gesagt nach Mittelberg. Von hier fahren wir mit der Walmendingerhornbahn zur Bergstation auf fast 2.000 m. Der Ausblick auf die Alpen ist fantastisch, auch dank des Traumwetters. Wie gerne würden wir jetzt den Abstieg zurück nach Mittelberg machen – aber das geht leider nicht, da auf dem Berg immer noch sehr viel und vor allem sehr sulziger Schnee liegt. Offiziell ist der Weg ins Tal nicht freigegeben.

Blick vom Walmendingerhorn ins Kleinwalsertal

Und unsere Erfahrungen mit Wandern im Schneematsch hält sich sehr in Grenzen. Deswegen entscheiden wir uns gegen die Tour und fahren statt dessen wieder mit der Bergbahn nach unten.

Mit dem Bulli geht es wieder ein paar Kilometer zurück nach Riezlern. Vielleicht haben wir an der Kanzelwand bessere Chancen? Jein! Auf dem Berg liegt auch noch jede Menge Schnee, aber der Abstieg ins Tal wäre schneefrei. Nur ist es mittlerweile schon relativ spät am Nachmittag geworden, und irgendwie fehlt uns nun auch die richtige Motivation.

Panoramablick von der Kanzelwand

Also … steigen wir wieder in die Bergbahn, fahren gemütlich nach ins Tal und mit dem Bulli wieder nach Oberstdorf.

Unser Fazit des Tages: auch mit Bergbahnen kann man Höhenmeter machen – immerhin jeweils 1.611 m Berg- und Talfahrt.

Montag – Wanderung am Söllereck

Nach den motorisierten Höhenmetern gestern sind heute wieder unsere eigenen Beine dran. Unsere heutige Wanderung führt vom Söllereck hinab über den Naturerlebnisweg zum Berggasthof Hochleite, zur Skiflugschanze und vorbei am Freibergsee zur Talstation des Söllerecks. Den Gasthof Hochleite haben wir von unserem ersten Oberstdorf-Urlaub noch in guter Erinnerung – die Leberknödelsuppe und der Wurstsalat waren superlecker, und man sitzt dort sehr gemütlich.

Der Naturerlebnisweg am Söllereck

Der Naturerlebnisweg führt durch ein kleines Hochmoor, bevor es durch den Wald immer leicht bergab geht.

Auf dem Weg zur Hochleite

Nach einer guten Stunde kommt die Hochleite in Sicht, und wir freuen uns auf eine Rast. Aber ausgerechnet in dieser Woche hat der Gasthof seinen Ruhetag verlegt … auf den heutigen Montag! Kurzzeitig macht sich Enttäuschung breit, aber es hilft ja nichts. Schade nur, dass auch die anderen Gasthöfe auf der Strecke heute geschlossen haben. So müssen wir uns mit einem Eis vom Kiosk an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze begnügen, wo wir eine kleine Pause einlegen. Wir befinden uns unter der Konstruktion der Schanze, die auch von hier aus betrachtet der Wahnsinn ist. Ca. 70 Meter hoch „schwebt“ die Konstruktion über dem Boden.

Heini-Klopfer-Skiflugschanze

Außer dem Blick nach oben gibt es hier aber nicht viel zu sehen, und so machen wir uns auf das letzte Stück unserer Wanderung. Es geht vorbei am Freibergsee und nochmal ein Stück durch den Wald.

Freibergsee

Dann kommen wir auch schon wieder an der Mittelstation der Söllereckbahn an.

Download file: Vom Söllereck ins Tal.GPX

Und hier ist, nach dem Wandern, Rodeln angesagt – mit dem Allgäu Coster. Mehr oder weniger rasant – bei mir eher etwas weniger – geht es mit dem Schlitten nach unten. Ein netter Spaß zum Abschluss der Tour!

Dienstag – Abstieg vom Nebelhorn

Unser letzter Tag! Da müssen wir auf jeden Fall nochmal aufs Nebelhorn. Der Plan ist, von der Bergstation Höfatsblick bis zur Mittelstation Seealp zu wandern. Wir sind gespannt, ob die Schneeverhältnisse das zulassen. Letzte Woche wäre der Abstieg nicht möglich gewesen, weil die Wege noch zugeschneit waren.

Gespannt fahren wir mit der Nebelhornbahn rauf. Und wir haben Glück! Der Fahrweg, auf dem im oberen Bereich immer noch ordentlich Schnee liegt, wurde geräumt.

Das Edmund-Probst-Haus auf dem Nebelhorn

Der Weg ist zwar nicht unbedingt superschön, weil asphaltiert und zum Teil sehr steil. Eine Warntafel rät auch von der Begehung ab. Aber das ist ja nur eine „Empfehlung“, und über diese setzen wir uns jetzt einfach mal hinweg!

Warnschild am Nebelhorn

Der Weg ist ziemlich steil, und durch die Schneereste und lockeres Geröll nicht einfach zu gehen. Zum Glück haben wir die Wanderstöcke mitgenommen. Schotterwege waren noch nie meine besten Freunde, und so eiere ich ziemlich den Berg herunter. An einigen Stellen kann man auf die Grasstreifen am Wegesrand ausweichen, wo es sich wesentlich leichter gehen lässt.

Steiler Abstieg vom Nebelhorn

Endlich wird der Weg weniger steil, und es lässt sich gleich viel leichter und entspannter gehen. Die Seealpe kommt dann auch schnell in Sicht.

Zum letzten Mal in diesem Urlaub genießen wir eine Brotzeit mit einer Spezi und dazu einen wunderbaren Blick über die Alpen. Anschließend lassen wir uns von der Nebelhornbahn wieder ins Tal fahren. Eine tolle Tour zum Abschluss unseres Urlaubs!

Download file: Vom Nebelhorn zur Seealpe.GPX

Den Urlaub haben wir mit einem Abendessen in der Dampfbierbrauerei begonnen, und er endet mit einem Abendessen im Restaurant Traube, das wir uns nach der heutigen Tour auch verdient haben!

Sonnenuntergang im rubi-camp

Mittwoch – Rückfahrt mit Zwischenübernachtung

Über landvergnügen.de haben wir einen Stellplatz auf einem Hof im Taubertal, also so grob zwischen Rothenburg o.d. Tauber und Bad Mergentheim, gebucht. Der Hof bietet eine große Wiese mit Platz für mehrere Fahrzeuge. Dazu gibt es einen nett eingerichteten Freisitz mit einem tollen alten Holzbackofen – ob hier tatsächlich das hofeigene Brot jede Woche gebacken wird? – und einen kleinen Hofladen in einem großen, alten Bauwagen.

Unser Landvergnügen-Stellplatz

Wir genießen einfach nur das tolle Wetter, lesen ein bisschen, probieren das Bauernhofeis aus dem Hofladen – sehr zu empfehlen! – und lassen den Tag ausklingen.

Sonnenuntergang aus der Vogelperspektive

Donnerstag – Es geht nach Hause

Vor der Abfahrt decken wir uns im Hofladen noch mit ein paar Zimtschnecken und einem Kartoffel-Baguette aus der hofeigenen Backstube ein. Und dann geht es auf die letzten Kilometer nach Hause. Zum Glück ist wieder nichts los auf der Autobahn, so dass wir stau- und stressfrei am frühen Nachmittag wieder zuhause ankommen.

Unnützes Wissen

Gefahrene Kilometer1.180 Kilometer gefahren
Übernachtungen12 Übernachtungen
ReisezeitMai / Juni 2021
Wanderungen6 Wanderungen (53 km, 1.880 Höhenmeter rauf und 2.420 runter)
Wilde Tiere3 Esel, 10 Bergziegen, 1 Holzpferd, tausende glückliche Alpen-Kühe
Lagerfeuer0 Lagerfeuer
Kniffel-PartienSusanne 4 : 5 Denis

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