Kurztrips

In der Eifel bei den Heidschnucken

Mittlerweile haben wir unseren Bulli schon seit mehr als einem Monat, aber bislang weder darin übernachtet noch getestet, ob wirklich alles funktioniert. 

Die Campingplätze sind immer noch geschlossen, aber es gibt die Möglichkeit der Übernachtung auf privaten Stellplätzen. Unser Ziel für ein Wochenende liegt in der Nähe von Mechernich, in der sogenannten „Toskana der Eifel“.

Über vansite.eu haben wir für zwei Nächte einen schönen Stellplatz auf der Wiese eines alten, denkmalgeschützten Hofes gefunden. Der Grund, warum wir diesen Stellplatz ausgewählt haben, waren aber zugegebenermaßen eher die tierischen Bewohner: eine kleine Herde Heidschnucken. Es handelt sich dabei um eine alte Nutztier-Rasse, die von den Hofbesitzern liebevoll gehegt und gepflegt werden. Ja, „Nutztier“ bedeutet, dass die Tiere  irgendwann geschlachtet werden … aber bis dahin haben sie hier ein wunderbares Leben. Die Produkte werden dann im hofeigenen Laden verkauft. Neben Fleisch gibt es zum Beispiel auch ganz tolle, flauschige Felle. 

Unser Stellplatz bei den Heidschnucken

Wir kommen am frühen Abend an und werden sehr herzlich von unserem Gastgeber Ernst empfangen. Auf der Wiese haben wir die freie Wahl, wo wir den Bulli hinstellen. Wir wollen auf jeden Fall ganz nah an die Heidschnucken heran. Die interessieren sich allerdings überhaupt nicht für uns, sondern sind eher scheu und halten Abstand. Wer kein Futter bringt, ist halt nicht interessant.

Unser Bulli und die Heidschnucken

Das Abstellen des Bullis dauert nicht lange. Kurz auf die Keile fahren, damit wir einigermaßen in der Waage stehen, dann das Dach hochklappen, das Gas andrehen, und das war’s schon. Strom brauchen wir für die paar Tage nicht, da reicht die Batterie des Bullis. 

Bei der Fahrt in den Ort haben wir ein Schild zu einem Hofladen auf einem der Bauernhöfe gesehen. Da es so etwas bei uns überhaupt nicht gibt, müssen wir den Laden auf jeden Fall besuchen. Dort gibt es frischen Spargel, Kartoffeln, Eier, Erdbeeren usw. Alles aus der Gegend und alles frisch. Ich liebe solche „Läden“ und könnte einen Großeinkauf tätigen, aber leider brauchen wir nicht wirklich was. 

Danach geht es wieder zurück zum Bulli, denn mittlerweile haben wir echt Hunger. Der Safari Chef 2* muss sich jetzt dem Praxistest unterziehen. Die guten Grillwürstchen von unserem örtlichen Metzger schafft er mit Leichtigkeit – Test bestanden. Zu den Würstchen gibt es noch selbst gebackenes Brot, Oliven und Peppadews.

Safari Chef 2 in Aktion

Da es draußen ziemlich frisch ist, essen wir im Bulli. Danach zieht es uns trotz der Kälte aber nach draußen. Neben dem Bulli steht eine Feuerschale, für die unser Gastgeber uns netterweise eine ganze Schubkarre voll Holz mitgegeben hat. Das Feuer wärmt wunderbar. 

Denis hat Feuer gemacht 🙂

Die erste Nacht im Bulli

Wir halten draußen aus, bis das Feuer runtergebrannt ist. Aber dann klettern wir auch ganz schnell in unsere dicken Schlafsäcke. Auch die haben wir noch nicht ausprobiert, aber wir merken schnell, dass wir eine gute Wahl getroffen haben. Bei gerade mal 3 Grad in der Nacht halten sie schön warm. 

Das Bett des VW  T6.1 hat Tellerfedern, die eine ganze Ecke komfortabler sind als der Lattenrost im T6. Wir schlafen so gut, dass wir am nächsten Morgen erst spät aufwachen. Die Heidschnucken begrüßen uns kurz und widmen sich dann wieder dem Grasen. 

Wanderung zur Bruder-Klaus-Kapelle

Das Wetter sieht gut aus, so dass wir uns nach einem entspannten Frühstück zu einer Wanderung aufmachen. Praktischerweise führt die EifelSchleife „Stockertblick und Herkelstein“ in unmittelbarer Nähe des Hofs vorbei. Die Schleife weist eine Länge von knapp 12 km und entspannte 230 Höhenmeter auf.

Download file: EifelSchleife Stockertblick und Herkelstein.GPX

EifelSchleife Stockertblick und Herkelstein

Der Weg ist sehr abwechslungsreich und führt durch Wälder und Felder. Besonders sehenswert sind die vielen Rapsfelder, die gerade in voller, knallgelber Blüte stehen. 

Rapsfeld in voller Blüte

Die Tour führt unter anderem an der Bruder-Klaus-Kapelle vorbei. Die Architektur ist sehr außergewöhnlich, unter anderem durch den fünfeckigen Grundriss sowie den nach oben offenen Raum, so dass Licht, aber auch Regen hereinfallen. Auch die Lage der Kapelle inmitten der Felder ist eher unüblich.   

Die Bruder-Klaus-Kapelle
Der Innenraum der Kapelle

Klangspiel und Lagerfeuer

Nach einer kurzen Besichtigung der Kapelle wandern wir zurück zum Bulli. Neben der Heidschnucken-Zucht betreiben unsere Gastgeber eine Klangspielmanufaktur und einen kleinen Laden, in dem man die Klangspiele kaufen kann. Ich kann natürlich nicht einfach nur schauen, und so wechselt nach kurzer Zeit ein wunderschönes japanisches Klangspiel aus Bambus den Besitzer. Außerdem kaufen wir noch das bereits angesprochene Heidschnucken-Fleisch aus der hofeigenen Schlachtung. 

Nach dem Abendessen stehen zwei schnelle Runden Kniffel auf dem Programm, die mit einem Unentschieden enden.

Zwei Runden Kniffel enden mit einem Unentschieden

Dann lockt uns das Holz, das wir gestern nicht verbraucht haben und das noch in der Schubkarre liegt, trotz der Kälte wieder nach draußen. Und so verbringen wir den restlichen Abend wieder am wärmenden Lagerfeuer. 

Lagerfeuer Nummer Zwei

Die zweite Nacht im Bulli – Dieses Mal unten geschlafen

Die zweite Nacht wird nochmal etwas kühler, so dass wir uns trotz Standheizung gegen das Schlafen im Hubdach entscheiden. Unten ist es einfach etwas wärmer. Und schließlich müssen wir das Bett unten ja auch noch austesten. Die Liegefläche wird aus der aufgeklappten Rückbank und der Kofferraumabdeckung zusammengebaut. Insgesamt liegt es sich härter als oben, was vor allem durch die recht dünne Polsterung der Kofferraumabdeckung kommt. Insgesamt lässt es sich aber auch unten gut schlafen, und so werden wir am nächsten Morgen erst spät vom Blöken der Heidschnucken wach. 

Die Heidschnucken-Herde

Nach dem Frühstück geht es dann so langsam ans Einpacken. Schade, dass das Wochenende so schnell vorbei ist. Aber Mechernich ist nicht weit weg, und wir werden bestimmt für das ein oder andere Wochenende wiederkommen. Vielen Dank auch nochmal an Ernst für seine Gastfreundschaft!

Test mit Bravour bestanden

Mit Blick auf den eigentlichen Zweck des Wochenendes – das Testen unseres Bullis – waren wir auf jeden Fall erfolgreich. Alles funktioniert wie es soll. Und wir haben uns selber die Bestätigung gegeben, dass wir mit dem Kauf des Bullis die richtige Entscheidung getroffen haben. 

Weitere „Praxistests“ werden folgen! 

Unnützes Wissen

Gefahrene Kilometer108 Kilometer gefahren
Übernachtungen2 Übernachtungen
ReisezeitApril / Mai 2021
Wanderungen1 Wanderung (12 km, 230 Höhenmeter)
Wilde Tiere1 Herde Heidschnucken, 1 Feldhase
Lagerfeuer2 Lagerfeuer
Kniffel-PartienSusanne 1 : 1 Denis

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